Was im Menschen bricht
Zwölf Arbeiten folgen keiner psychologischen Fallgeschichte, sondern einer bildnerischen Bewegung: Etwas beginnt im Dunkel, wird am Körper sichtbar, gerät in Schwingung, reißt und endet im Verstummen.
Des Wahnsinns Ursprung im Menschen
Der erste Satz läuft in drei Paaren vom stummen Grund zum offenen Mund. Der Zustand wird erst sichtbar, dann gegenübergestellt und schließlich zum Ausbruch.
Trias des Zerrissenen
Dasselbe Zerreißen erscheint als harter Materialbruch, als weiches Ausfransen und als Temperatursturz zwischen kühl und glühend. Der Riss bleibt Falz: Beide Seiten bleiben Porträt.
Die Folge
Der Schrei endet nicht in Ruhe. Der einzelne Körper zerfällt in Material, wird von einer Konstruktion gehalten und verliert zuletzt seine Trennung im gemeinsamen Gewicht.
Das Papier folgt dem Werk.
Papier, Oberfläche und Format werden werkbezogen gesetzt. Die drei Sätze bleiben durch deutlich mehr Negativraum getrennt als die Arbeiten innerhalb ihrer Gruppen.